{"id":981,"date":"2017-11-27T15:28:30","date_gmt":"2017-11-27T14:28:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/?p=981"},"modified":"2017-11-27T15:28:30","modified_gmt":"2017-11-27T14:28:30","slug":"wohnungsmiete-keine-vergebuehrung-mehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/?p=981","title":{"rendered":"Wohnungsmiete &#8211; keine Vergeb\u00fchrung mehr."},"content":{"rendered":"<p>Ab sofort ist f\u00fcr Vertr\u00e4ge \u00fcber Wohnungen <strong>keine Rechtsgesch\u00e4ftsgeb\u00fchr<\/strong> mehr an das Finanzamt zu bezahlen. Bisher war es so, da\u00df jeder Wohnungsmietvertrag vergeb\u00fchrt werden mu\u00dfte, d.h. nach Anmeldung des Vertrages eine Geb\u00fchr an das Finanzamt zu bezahlen war. Die Geb\u00fchr richtete sich nach der H\u00f6he der Miete und der Dauer des vertraglichen Mietverh\u00e4ltnisses. Diese Geb\u00fchren, die sich der Vermieter \u00fcblicherweise vom Mieter ersetzen lie\u00df, sind nun abgeschafft. Diese Gesetzes\u00e4nderung gilt f\u00fcr <strong>k\u00fcnftige Mietvertr\u00e4ge<\/strong>, nicht f\u00fcr laufende Mietverh\u00e4ltnisse, die vor dem 10.11.2017 abgeschlossen wurden.<\/p>\n<p>Wo es bisher im Geb\u00fchrengesetz hie\u00df:<br \/>\n<em>&#8222;(4) Geb\u00fchrenfrei sind<\/em><br \/>\n<em> 1. Vertr\u00e4ge \u00fcber die Miete von Wohnr\u00e4umen bis zu einer Dauer von drei Monaten. Wird ein Mietverh\u00e4ltnis \u00fcber diesen Zeitraum hinaus fortgesetzt, so wird der Mietvertrag im Zeitpunkt der Fortsetzung geb\u00fchrenpflichtig und gilt mangels anderer beurkundeter Parteienvereinbarung vertraglich als auf unbestimmte Zeit verl\u00e4ngert&#8220;,<\/em><br \/>\nhei\u00dft es jetzt einfach:<strong>\u00a0&#8222;(4) Geb\u00fchrenfrei sind<\/strong><br \/>\n<strong> 1. Vertr\u00e4ge \u00fcber die Miete von Wohnr\u00e4umen;&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Mit der Rechtsgesch\u00e4ftsgeb\u00fchr sind Vertragsgeb\u00fchren (oder Vertragserrichtungsgeb\u00fchren) nicht zu verwechseln! Vertragsgeb\u00fchren sind gemeinhin Kosten, die f\u00fcr die Errichtung eines Vertrages (z.B. durch einen Rechtsanwalt) berechnet werden. Diese Geb\u00fchren sind jedenfalls gerechtfertigt, wenn sie angemessen sind; die Errichtung eines \u00fcbersichtlichen und verst\u00e4ndlichen Mietvertrages ist ja in der Regel mit einiger Arbeit verbunden.<br \/>\nWenn Sie als Mieter aber verpflichtet werden, Vertragserrichtungsgeb\u00fchren zu bezahlen, Sie aber nur einen Formularvertrag (Vordruck aus dem Papierhandel) oder einen vom Vermieter selbst aufgesetzten Vertrag unterschreiben, sollten Sie f\u00fcr die &#8222;Vertragserrichtung&#8220; auch nichts bezahlen.<\/p>\n<p>Zu beachten ist, da\u00df die Gesetzes\u00e4nderung nur Wohnraummieten betrifft und andere Bestandvertr\u00e4ge (Mietvertr\u00e4ge) noch immer geb\u00fchrenpflichtig sind &#8211; d.h. f\u00fcr Vertr\u00e4ge \u00fcber Gesch\u00e4ftslokale (Gesch\u00e4ftsraummieten) etc. ist nach wie vor eine\u00a0Rechtsgesch\u00e4ftsgeb\u00fchr zu bezahlen.<\/p>\n<p><em>Das entsprechende Bundesgesetzblatt im Wortlaut:<\/em><\/p>\n<p><em>147. Bundesgesetz, mit dem das Geb\u00fchrengesetz 1957, BGBl. Nr. 267\/1957, ge\u00e4ndert wird.\u00a0<\/em><em>Der Nationalrat hat beschlossen:<\/em><br \/>\n<em> Das Geb\u00fchrengesetz 1957, BGBl. Nr. 267\/1957, zuletzt ge\u00e4ndert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 163\/2015, wird wie folgt ge\u00e4ndert:<\/em><br \/>\n<em> 1. \u00a7 33 TP 5 Abs. 3 letzter Satz entf\u00e4llt.<\/em><br \/>\n<em> 2. \u00a7 33 TP 5 Abs. 4 Z 1 lautet:<\/em><br \/>\n<em> \u201e1.\u00a0Vertr\u00e4ge \u00fcber die Miete von Wohnr\u00e4umen;\u201c<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Stand: November 2017<br \/>\nMS<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ab sofort ist f\u00fcr Vertr\u00e4ge \u00fcber Wohnungen keine Rechtsgesch\u00e4ftsgeb\u00fchr mehr an das Finanzamt zu bezahlen. Bisher war es so, da\u00df jeder Wohnungsmietvertrag vergeb\u00fchrt werden mu\u00dfte, d.h. nach Anmeldung des Vertrages eine Geb\u00fchr an das Finanzamt zu bezahlen war. Die Geb\u00fchr richtete sich nach der H\u00f6he der Miete und der Dauer des vertraglichen Mietverh\u00e4ltnisses. 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