{"id":971,"date":"2017-12-15T08:17:38","date_gmt":"2017-12-15T07:17:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/?p=971"},"modified":"2017-12-11T16:03:35","modified_gmt":"2017-12-11T15:03:35","slug":"mietzinsminderung-grenzen-im-altbau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/?p=971","title":{"rendered":"Mietzinsminderung: Grenzen im Altbau."},"content":{"rendered":"<p>Um einen Vermieter zu Reparaturen, zu denen dieser verpflichtet w\u00e4re, zu dr\u00e4ngen, oder um einen Ausgleich zu einer Verschlechterung des Wohnstandards zu schaffen, steht dem Mieter das Instrument der Mietzinsminderung zur Verf\u00fcgung. Der Mieter kann einen bestimmten Anteil des Mietzinses solange einbehalten, bis der Vermieter Abhilfe schafft. Je nach Intensit\u00e4t der Beeintr\u00e4chtigung, die der Mieter erleidet, kann die prozentuelle Minderung der Mietzinszahlung gerechtfertigt sein. Ma\u00dfstab f\u00fcr die Beurteilung, ob ein Mangel vorliegt, ist der Zweck des Mietvertrags. Es gibt aber auch F\u00e4lle, in denen keine\u00a0Mietzinsminderung zul\u00e4ssig ist.<\/p>\n<p>In der Entscheidung 8 Ob 85\/17h sprach der OGH aus, da\u00df der Vermieter f\u00fcr solche M\u00e4ngel nicht einstehen mu\u00df, die den Gebrauch der Wohnung nicht objektiv beeintr\u00e4chtigen.\u00a0Bei M\u00e4ngeln, die der Mieter gar nicht bemerkt, die aber an sich gebrauchsbeeintr\u00e4chtigend w\u00e4ren, kann eine Mietzinsminderung grunds\u00e4tzlich gerechtfertigt sein; dabei kommt es dann aber darauf an, inwieweit es <em>tats\u00e4chlich<\/em> zu einer Gebrauchsbeeintr\u00e4chtigung gekommen w\u00e4re, h\u00e4tte der Mieter die Mangelhaftigkeit gekannt oder h\u00e4tte sie objektiv eine reale und unzumutbare Gefahr dargestellt.<\/p>\n<p>Im gegenst\u00e4ndlichen Fall ging es um veraltete Elektro-Installationen in einem Altbau &#8211; hier h\u00e4tte man lediglich in den Na\u00dfr\u00e4umen (Bad, WC) keine Elektroger\u00e4te verwenden d\u00fcrfen, etwa einen F\u00f6n. Da der Mieter aber in einem <strong>erkennbar alten Bestand<\/strong> gemietet hatte, gab dieser Mangel keine Berechtigung zur\u00a0Mietzinsminderung. Der Kl\u00e4ger hatte hier n\u00e4mlich nicht einmal behauptet, da\u00df eine konkrete Beeintr\u00e4chtigung vorlag, und auch sonst hat sich im Verfahren nichts dergleichen ergeben. Auch als technischer Laie aber mu\u00df der Kl\u00e4ger die konkreten Gebrauchsbeeintr\u00e4chtigungen darstellen k\u00f6nnen. Tut er das nicht, ist insbesondere davon auszugehen, da\u00df keine Beeintr\u00e4chtigung vorliegt, die zu einer Mietzinsminderung berechtigt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>MS<br \/>\nStand: Dezember 2017<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um einen Vermieter zu Reparaturen, zu denen dieser verpflichtet w\u00e4re, zu dr\u00e4ngen, oder um einen Ausgleich zu einer Verschlechterung des Wohnstandards zu schaffen, steht dem Mieter das Instrument der Mietzinsminderung zur Verf\u00fcgung. Der Mieter kann einen bestimmten Anteil des Mietzinses solange einbehalten, bis der Vermieter Abhilfe schafft. Je nach Intensit\u00e4t der Beeintr\u00e4chtigung, die der Mieter erleidet, kann die prozentuelle Minderung &#8230; <a href=\"https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/?p=971\" class=\"more-link\">Read More<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[],"class_list":["post-971","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-informationen","no-post-thumbnail"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/971","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=971"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/971\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":996,"href":"https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/971\/revisions\/996"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=971"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=971"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=971"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}