{"id":857,"date":"2017-02-13T13:43:35","date_gmt":"2017-02-13T12:43:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/?p=857"},"modified":"2017-04-19T16:18:45","modified_gmt":"2017-04-19T15:18:45","slug":"gewerbeberechtigung-entziehung-abgewendet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/?p=857","title":{"rendered":"Entziehung der Gewerbeberechtigung erfolgreich abgewendet."},"content":{"rendered":"<p><em>Die Ausgangssituation:<\/em> Ein Taxiunternehmer bezahlte \u00fcber Jahre die per Anonymverf\u00fcgung vorgeschriebenen Verkehrsstrafen seiner Fahrer &#8211; die Verwaltungsstrafen betrafen meist geringf\u00fcgige Delikte wegen Geschwindigkeits\u00fcberschreitungen. Gegen\u00fcber der Beh\u00f6rde gab der Unternehmer nicht an, wer die \u00dcbertretungen im Einzelnen zu verantworten hatte. Er\u00a0zog die Strafbetr\u00e4ge einfach\u00a0vom Lohn der Fahrer ab; privatrechtlich mag dagegen nichts einzuwenden sein, nach au\u00dfen hin ergab sich dadurch jedoch das Bild, der Unternehmer selbst habe zahlreiche Verkehrsdelikte begangen.<br \/>\nNach einiger Zeit leitete die Gewerbebeh\u00f6rde das Verfahren zur Entziehung der Gewerbeberechtigung ein, schlie\u00dflich sei aufgrund der zahlreichen Verkehrsstrafen die Verl\u00e4sslichkeit des Unternehmers nicht mehr gegeben.\u00a0Abstrakt gesehen w\u00e4re gegen diesen Standpunkt auch nichts einzuwenden, da man als Taxiunternehmer mit zahlreichen Verkehrsstrafen f\u00fcr den Stra\u00dfenverkehr und damit f\u00fcr das Gewerbe nicht zuverl\u00e4ssig erscheint.\u00a0Auch wenn es nur geringf\u00fcgige \u00dcbertretungen waren, so sind diese in der Masse doch ein deutlicher Hinweis auf mangelnde\u00a0Eignung zum Taxiunternehmer.<\/p>\n<p>Das Entziehungsverfahren war recht schnell beendet, da nur Stellungnahmen der Wirtschaftskammer und der Arbeiterkammer zur geplanten Entziehung eingeholt wurden; beide Kammern gaben\u00a0&#8211; ohne \u00dcberpr\u00fcfung des Sachverhaltes &#8211; Stellungnahmen ab, da\u00df gegen die Entziehung nichts einzuwenden sei. Der Taxiunternehmer selbst wurde <em>nicht<\/em> befragt, und so sah er sich pl\u00f6tzlich einem Bescheid entgegen, mit dem ihm die Konzession entzogen werden sollte.<\/p>\n<p>Das Rechtsmittel gegen diesen Bescheid hatte schlie\u00dflich Erfolg, da nachgewiesen werden konnte, da\u00df die zahlreichen Verkehrsdelikte nicht dem Unternehmer, sondern seinen Fahrern zuzurechnen waren. Das Landesverwaltungsgericht gab dem Taxiunternehmer daher recht und hob den Bescheid der Gewerbebeh\u00f6rde auf. H\u00e4tte die Beh\u00f6rde den Unternehmer schon im\u00a0Entziehungverfahren zu einer Stellungnahme aufgefordert,\u00a0h\u00e4tte die Angelegenheit wesentlich fr\u00fcher &#8211; ohne ein Rechtsmittelverfahren f\u00fchren zu m\u00fcssen &#8211; beendet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>MS<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ausgangssituation: Ein Taxiunternehmer bezahlte \u00fcber Jahre die per Anonymverf\u00fcgung vorgeschriebenen Verkehrsstrafen seiner Fahrer &#8211; die Verwaltungsstrafen betrafen meist geringf\u00fcgige Delikte wegen Geschwindigkeits\u00fcberschreitungen. Gegen\u00fcber der Beh\u00f6rde gab der Unternehmer nicht an, wer die \u00dcbertretungen im Einzelnen zu verantworten hatte. 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