{"id":2620,"date":"2026-10-30T11:16:22","date_gmt":"2026-10-30T10:16:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/?p=2620"},"modified":"2026-10-30T11:17:11","modified_gmt":"2026-10-30T10:17:11","slug":"gratis-bilder-aus-dem-internet-achtung-falle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/?p=2620","title":{"rendered":"Nochmals aus aktuellem Anla\u00df: &#8222;Gratis&#8220; Bilder aus dem Internet \u2013 Achtung, Falle!"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es h\u00f6rt einfach nicht auf: Immer wieder tappt jemand arglos in die Falle bei Bildern aus dem Internet. Es beginnt harmlos: Ein Weihnachtsgru\u00df auf der Internetseite, eine Osterbotschaft auf Facebook \u2013 schon passiert&#8217;s. Vor allem dann, wenn es um Postings f\u00fcr Firmen oder Vereine geht, kommt oft Anwaltspost ins Haus, mit der teilweise recht originelle Forderungen erhoben wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verstehen Sie mich nicht falsch: Wer Fotos, Grafiken, Filme oder Musik herstellt, um Geld damit zu verdienen, soll sein Geld daf\u00fcr bekommen. Oder juristisch ausgedr\u00fcckt: Der Urheber hat ein Recht auf angemessenes Entgelt. Beachten Sie aber das Wort <em>\u201eangemessen\u201c<\/em>, denn was da manchmal an Forderungen hereinkommt, berechtigt einen zum Verdacht, da\u00df hier jemand nicht lediglich ein Gesch\u00e4ft machen will, sondern ein <em>Gsch\u00e4ftl <\/em>(was im \u00f6sterreichischen Idiom f\u00fcr eine etwas louche Angelegenheit steht). \u00dcberh\u00f6hte Forderungen sind nach meinem Geschmack besonders dann etwas anr\u00fcchig, wenn sie von ebenso \u00fcberh\u00f6hten Kostenforderungen des Anwalts, der gerade einschreitet, begleitet sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Forderungsschreiben zeichnen sich meist durch folgendes aus:<br>   &#8211; Man wird mit Gesetzeszitaten, OGH-Entscheidungen und Rechtss\u00e4tzen \u00fcberh\u00e4uft;<br>   &#8211; man wird mit einer <strong>Schadenersatzforderung <\/strong>oder Ben\u00fctzungsentgelt-Forderung konfrontiert, die in ihrer H\u00f6he durch nichts gerechtfertigt ist (und auch nicht aufgeschl\u00fcsselt wird);<br>   &#8211; es werden unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig hohe <strong>Anwaltskosten <\/strong>verlangt, die nicht aufgeschl\u00fcsselt und nicht nachvollziehbar sind;<br>   &#8211; es wird ein sofortiges <strong>Anerkenntnis <\/strong>und eine <strong>Unterlassungserkl\u00e4rung <\/strong>verlangt;<br>   &#8211; und schlie\u00dflich soll man innerhalb einer <strong>viel zu kurzen Antwortfrist <\/strong>reagieren bzw. bezahlen: offenbar soll man gar keine M\u00f6glichkeit haben, lange zu \u00fcberlegen oder Rat einzuholen, vielmehr wird man zu einer raschen Zahlung gedr\u00e4ngt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hohe, nicht nachvollziehbare Forderungen und unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig kurze Antwortfristen sind ein Zeichen von unseri\u00f6sen Gesch\u00e4ftspraktiken. Meine Empfehlung: <strong>Lassen Sie sich davon nicht einsch\u00fcchtern. <\/strong>Nehmen Sie anwaltliche Beratung in Anspruch. Nat\u00fcrlich kostet auch diese Beratung etwas, allerdings: Wenn Sie unabsichtlich tats\u00e4chlich ein Bild ohne Erlaubnis genutzt haben sollten, kann hier zumindest Schadensbegrenzung betrieben werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wo liegen die Fallstricke?<\/strong><br>Wenn man f\u00fcr ein Posting, einen Blogbeitrag oder eine Webseite Bilder aus dem Internet sucht und keine Lizenzgeb\u00fchren bezahlen m\u00f6chte, wird man nat\u00fcrlich haufenweise Gratisbilder finden. Aber Vorsicht: nicht alles, was eine Suchmaschine als \u201egratis\u201c ausspuckt, mu\u00df auch tats\u00e4chlich gratis sein, weil es hier immer falsche Suchergebnisse gibt. <strong>Suchmaschinen sind keine rechtlichen Kompetenzzentren.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Ungeschickteste, was man machen kann, ist es, sich ein Bild aus einem fremden Artikel, einem Blog o.\u00e4. zu verwenden. Dann ist ein Eingriff in fremde Urheberrechte ziemlich sicher.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt sogar Internetseiten, die mit \u201elizenzfreien\u201c Bildern werben und mit Suchworten wie \u201egratis\u201c operieren, nur um dann im Kleingedruckten irgendwo zu schreiben: <em>\u201elizenzfrei hei\u00dft nicht genehmigungsfrei\u201c<\/em>. Das ist, bittesch\u00f6n, ein Schm\u00e4h. Ich unterstelle hier nicht blo\u00dfe Dummheit (denn <em>Lizenz <\/em>bedeutet <em>Genehmigung<\/em>), sondern Arglist und T\u00e4uschungsabsicht. Hier wird Bauernf\u00e4ngerei betrieben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Interessant ist dabei, da\u00df manche \u201eAnbieter\u201c von Archivfotos ihre Motive frank und frei, ohne Wasserzeichen und Kopierschutz, ins Netz stellen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Internet ist kein rechtsfreier Raum, und alles, was ver\u00f6ffentlicht wird, kann von <strong>automatisierten R\u00fcckw\u00e4rtssuchen<\/strong> zuverl\u00e4ssig gefunden werden. Sollen hier die Leute gar zur Nutzung von Bildern verleitet werden, nur um sie dann rechtlich verfolgen und die Hand aufhalten zu k\u00f6nnen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Freilich, es gibt gen\u00fcgend F\u00e4lle von unzul\u00e4ssiger Bildben\u00fctzung auf der einen Seite, auf der anderen Seite gibt es aber auch F\u00e4lle von unsauberen Gesch\u00e4ftspraktiken. Wenn Sie niemandem auf den Leim gehen wollen, zahlt sich Beratung bei Ihrem Rechtsanwalt sehr wahrscheinlich aus.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">MS<br>Stand: 10\/2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es h\u00f6rt einfach nicht auf: Immer wieder tappt jemand arglos in die Falle bei Bildern aus dem Internet. Es beginnt harmlos: Ein Weihnachtsgru\u00df auf der Internetseite, eine Osterbotschaft auf Facebook \u2013 schon passiert&#8217;s. Vor allem dann, wenn es um Postings f\u00fcr Firmen oder Vereine geht, kommt oft Anwaltspost ins Haus, mit der teilweise recht originelle Forderungen erhoben wird. Verstehen Sie &#8230; <a href=\"https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/?p=2620\" class=\"more-link\">Read More<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[],"class_list":["post-2620","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-informationen","no-post-thumbnail"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2620","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2620"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2620\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2623,"href":"https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2620\/revisions\/2623"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2620"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2620"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2620"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}