{"id":2425,"date":"2025-10-31T18:00:53","date_gmt":"2025-10-31T17:00:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/?p=2425"},"modified":"2025-11-06T14:11:12","modified_gmt":"2025-11-06T13:11:12","slug":"endlich-spitzenfeld-studie-attestiert-kaerntnern-hirngebrauch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/?p=2425","title":{"rendered":"Endlich Spitzenfeld! Studie attestiert K\u00e4rntnern Hirngebrauch."},"content":{"rendered":"\n<p>Ein <a href=\"https:\/\/kaernten.orf.at\/stories\/3327501\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/kaernten.orf.at\/stories\/3327501\">neuer Artikel auf ORF K\u00e4rnten<\/a> macht uns darauf aufmerksam, da\u00df laut einer Studie die K\u00e4rntner Bev\u00f6lkerung f\u00fcr sogenannte Verschw\u00f6rungstheorien besonders offen sei (gefolgt von Salzburg und Tirol). Ins Reine geschrieben bedeutet das, da\u00df der Prozentsatz derer, die auf die offizielle Meinung, die man zu meinen hat, mit Recht pfeifen, in K\u00e4rnten besonders gro\u00df ist. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/ORF-27.10.2025.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"880\" height=\"603\" src=\"https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/ORF-27.10.2025.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2427\" srcset=\"https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/ORF-27.10.2025.png 880w, https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/ORF-27.10.2025-300x206.png 300w, https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/ORF-27.10.2025-768x526.png 768w, https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/ORF-27.10.2025-100x69.png 100w, https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/ORF-27.10.2025-777x532.png 777w\" sizes=\"auto, (max-width: 880px) 100vw, 880px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>M\u00f6glicherweise reagiert der ORF deshalb besonders pikiert, weil er hierzulande besonders hohe Ausschaltquoten erreicht, so wie auch diese eine Drucksache aus der Funderstra\u00dfe \u2013 jener bebilderte Werbetr\u00e4ger mit Haltung \u2013 zusehends die Auflagezahlen der Spatzenpost unterschreitet und dasteht wie der Oberlehrer, der nach der Matura (das ist nicht umsonst <em>die Reife<\/em>) seiner Sch\u00fclerhorde mit Schmerzen bemerken mu\u00df, da\u00df ihm keiner mehr zuh\u00f6rt. (Es hat nat\u00fcrlich nur ein paar Tage gedauert, bis <a href=\"https:\/\/www.kleinezeitung.at\/kaernten\/20254843\/fast-jeder-dritte-kaerntner-neigt-zu-verschwoerungstheorien\">auch dieses Druckerzeugnis<\/a> \u00fcber die Theorie von der Verschw\u00f6rungstheorie berichtet hat. Nat\u00fcrlich lustig bebildert.)<\/p>\n\n\n\n<p>ORF K\u00e4rnten bringt bei seinem Artikel das Kunstst\u00fcck fertig, als Blickfang nicht etwa das \u00fcbliche M\u00e4nnchen mit Aluhut zu zeigen, sondern ein Foto von einem Himmel mit etwas, was es gar nicht gibt. F\u00fcr den Artikel ein solches Foto vom veruntreuten Himmel, den es in dieser Form \u2013 ich will mich h\u00e4ngen lassen \u2013 so vor 20 Jahren tats\u00e4chlich noch nicht gegeben hat, zu knipsen, ist auch gar nicht schwer, da das Firmament in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden mit dem, was wir f\u00fcr Kondensstreifen halten sollen, geschm\u00fcckt ist; indessen uns sogar die BBC vorsichtig mit dem Gedanken vertraut machen will, da\u00df es das, was es nicht gibt, vielleicht dann <em>doch <\/em>offiziell geben k\u00f6nnte, <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/articles\/c98qp79gj4no\">wenn&#8217;s nur f\u00fcr&#8217;s wandelhafte Klima gut ist<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit anderen Worten: Die Verwendung dieses Fotos zeigt, da\u00df die Redaktion das, was die Verschw\u00f6rungs<em>praktiker<\/em> regelm\u00e4\u00dfig produzieren, den Verschw\u00f6rungs<em>theoretikern<\/em> als Hirngespinst umgeh\u00e4ngt wird, womit also das, was es gar nicht gibt, obwohl es un\u00fcbersehbar ins Auge sticht, pl\u00f6tzlich gerade dann <em>doch <\/em>existieren darf, wenn man es braucht, um Menschen zu diffamieren, die gewisse Dinge ansprechen, die es offiziell nicht gibt, weil es sie nicht geben darf. Die M\u00f6glichkeit, da\u00df man hier versucht, Menschen als Verschw\u00f6rungstheoretiker zu beleidigen, die sich von diesem Pr\u00e4dikat gar nicht beleidigt, sondern geehrt f\u00fchlen, weil sich die etwas \u00fcberstrapazierte Vokabel l\u00e4ngst als Synonym f\u00fcr eine Portion gesunder Skepsis etabliert hat, kommt den Redakteuren von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Radio_Eriwan\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Radio_Eriwan\">Radio Eriwan<\/a>, pardon, ORF K\u00e4rnten gar nicht in den Sinn. Wer heutzutage angesichts der offen zu Tage tretenden Schmutzereien auf hohen und h\u00f6chsten Ebenen (und dahinter) schon rein gar nichts mehr f\u00fcr ausgeschlossen h\u00e4lt, ist \u2013 wenn nichts Schlimmeres \u2013 eben ein Verschw\u00f6rungstheoretiker.<\/p>\n\n\n\n<p>Es scheint sich au\u00dferdem in den schlecht gel\u00fcfteten Redaktionsstuben der Gedanke noch nicht eingeschlichen zu haben, da\u00df der Begriff Verschw\u00f6rungs<em>theoretiker<\/em> jemanden bezeichnet, der sich mit einer <em>Theorie <\/em>auseinandersetzt, somit also: <em>denkt<\/em>. Leider denkt er, der Verschw.Th., aber das, was er nicht denken soll und was leider, leider mangels gesetzlicher Grundlage (an der aber sicher schon gebastelt wird) noch nicht verboten ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun ist es sehr billig, auf ORF K\u00e4rnten und auflagenkleine Zeitungen hinzuhauen, weil sie hier ja nichts besonders Idiotisches erfunden haben, sondern nur \u00fcber etwas besonders Idiotisches <em>berichten<\/em>. (Darf ein Rechtsanwalt etwas als v\u00f6llig idiotisch bezeichnen? Ja, er darf etwas v\u00f6llig Idiotisches als idiotisch bezeichnen. Zeigen sie mich an.) Das Idiotische ist n\u00e4mlich <a href=\"https:\/\/www.fwf.ac.at\/forschungsradar\/10.55776\/I6035\">die referierte Studie selbst<\/a>. (Das Winston Churchill zugeschriebene Diktum, er glaube keiner Statistik, die er nicht selbst gef\u00e4lscht hat, sagt wohl nur aufgrund eines \u00dcbersetzungsfehlers \u201eStatistik\u201c statt richtig: \u201eStudie\u201c.)<\/p>\n\n\n\n<p>Und diese Studie ist nicht deshalb so besonders idiotisch, weil sie etwa aus einer vegan-diversen Studentenwohngemeinschaft stammt, sondern so richtig offiziell von einem Institut (es nennt sich \u00d6sterreichischer Wissenschaftsfonds), und das so richtig f\u00fcr Geld \u2013 IHREM Geld, genauer gesagt f\u00fcr die Petitesse von <strong>EUR 431.991<\/strong> aus dem Steuertopf. Sch\u00f6n. Auch so kann man ein paar Studierte, die in der freien Wildbahn nicht \u00fcberlebensf\u00e4hig sind, f\u00fcr einige Zeit \u00fcber Wasser halten. Dabei h\u00e4tte ich den Auftraggebern wesentlich billiger verraten k\u00f6nnen, da\u00df es au\u00dferhalb der Wagenburg der Staatsmeinung, aus der mit immer mieserer Munition herausgeschossen wird, auch noch andere Meinungen zu aktuellen Themen gibt. (Man tr\u00f6stet sich mit dem Gedanken, da\u00df vielleicht dunnemals auch die gefl\u00fcsterte Botschaft, da\u00df die Alliierten in der Normandie gelandet seien, als Verschw\u00f6rungstheorie abgetan worden sein k\u00f6nnte. Damals war es \u00fcbrigens verboten, Feindsender zu h\u00f6ren, was aber eigentlich die Englischen betraf <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/RT_DE#Verbot_der_Ausstrahlung\">und nicht die Russischen<\/a>. Aber ich schweife ab.)<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich glauben die Macher, es dem politischen Gegner mit ihrer Schtudie und ihren Artikeln wieder einmal anst\u00e4ndig hineingesagt zu haben (wohl mit den selbstzufriedenen Worten <em>&#8222;Das hat aber gesessen!&#8220;<\/em>, bevor der\/das Redakt\u00f6r:in in den verdienten Schlaf sinkt). Dabei best\u00e4tigt die Studie nur, da\u00df viele K\u00e4rntner doch noch hin und wieder vom Smrt-Phone aufblicken und ihr Hirn noch immer nicht auf Autopilot umgestellt haben.<\/p>\n\n\n\n<p>MS<br>31.10.2025<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein neuer Artikel auf ORF K\u00e4rnten macht uns darauf aufmerksam, da\u00df laut einer Studie die K\u00e4rntner Bev\u00f6lkerung f\u00fcr sogenannte Verschw\u00f6rungstheorien besonders offen sei (gefolgt von Salzburg und Tirol). 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