{"id":223,"date":"2015-07-20T09:28:14","date_gmt":"2015-07-20T08:28:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/?p=223"},"modified":"2016-06-07T09:46:59","modified_gmt":"2016-06-07T08:46:59","slug":"wegefreiheit-im-wald","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/?p=223","title":{"rendered":"Mountainbiken vs. Wegefreiheit im Wald."},"content":{"rendered":"<p>Das Forstgesetz 1975 (ein Bundesgesetz) gestattet grunds\u00e4tzlich die Ben\u00fctzung des Waldes zu Erholungszwecken, d.h. das Betreten des Waldes und den Aufenthalt. Die wichtigsten Ausnahmen sind aber:<br \/>\n&#8211; Fl\u00e4chen, auf denen das Betreten beh\u00f6rdlich verboten wurde (etwa in einem Bannwald, bei Waldbrandgefahr etc.);<br \/>\n&#8211; forstbetriebliche Einrichtungen (Geb\u00e4ude, Forstg\u00e4rten, Lagerpl\u00e4tze usw.);<br \/>\n&#8211; Wiederbewaldungsfl\u00e4chen mit Bewuchs unter 3m H\u00f6he, sowie<br \/>\n&#8211; Jagdgebiete, in denen Ausnahmen nach entsprechenden Landesgesetzen bestehen (etwa nach dem K\u00e4rntner Jagdgesetz).<\/p>\n<p>Das gesetzlich gestattete \u201eBetreten des Waldes zu Erholungszwecken\u201c umfa\u00dft jedenfalls <strong>nicht<\/strong>:<br \/>\n&#8211; das Zelten<br \/>\n&#8211; das Befahren<br \/>\n&#8211; das Reiten im Wald, auf Waldwegen und Forststra\u00dfen.<\/p>\n<p>Damit ist deutlich gesagt, da\u00df das <strong>Mountainbiken <\/strong>auf Waldwegen <strong>ohne Zustimmung des Eigent\u00fcmers unzul\u00e4ssig<\/strong> ist. Dies gilt erst recht f\u00fcr Fahrten &#8222;querfeldein&#8220;, d.h. abseits der Forststra\u00dfen und Waldwege, so etwa auch auf Wanderwegen und -steigen. Ist das Mountainbiken auf einem Weg nicht ausdr\u00fccklich erlaubt, dann scheidet auch die Wegehalterhaftung aus &#8211; d.h. wer ein Radfahrverbot auf einem Waldweg ignoriert und wegen eines Hindernisses zu Sturz kommt, kann daf\u00fcr niemanden verantwortlich machen au\u00dfer sich selbst.<\/p>\n<p>Auch das <strong>Skifahren <\/strong>im Wald ist nur auf markierten Pisten oder Skirouten gestattet.<\/p>\n<p>Das <strong>Klettern <\/strong>ist vom Betreten zu Erholungszwecken umfa\u00dft. Der Grundeigent\u00fcmer ist jedoch nicht verpflichtet, Klettersteige zu sichern. Wenn au\u00dferdem unbefugte Dritte die Sicherung eines Klettersteiges vornehmen und der Eigent\u00fcmer dagegen blo\u00df nicht einschreitet, bedeutet das nicht, da\u00df er dies dulden oder gar Sicherheitsvorkehrungen treffen m\u00fcsse, um Kletterer vor den durch Dritte geschaffenen Gefahren zu warnen, auch mu\u00df er diese Gefahren nicht laufend beseitigen.<\/p>\n[Stand: Juli 2015]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Forstgesetz 1975 (ein Bundesgesetz) gestattet grunds\u00e4tzlich die Ben\u00fctzung des Waldes zu Erholungszwecken, d.h. das Betreten des Waldes und den Aufenthalt. 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