{"id":1470,"date":"2021-02-26T15:30:10","date_gmt":"2021-02-26T14:30:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/?p=1470"},"modified":"2021-02-26T15:33:47","modified_gmt":"2021-02-26T14:33:47","slug":"statistisches-zum-corona-jahr-2020-trotz-etwa-groesserer-sterblichkeit-kein-grund-zur-panik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/?p=1470","title":{"rendered":"Statistisches zum \u201eCorona-Jahr\u201c 2020 &#8211; trotz etwas gr\u00f6\u00dferer Sterblichkeit kein Grund zur Panik."},"content":{"rendered":"\n<p>In ihrer j\u00fcngsten <a href=\"https:\/\/www.statistik.at\/web_de\/presse\/125475.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Pressemitteilung<\/a> bringt die Statistik Austria vorl\u00e4ufige Daten zu den Todesf\u00e4llen 2020.<\/p>\n\n\n\n<p>Vorweg: die Zahl an Todesf\u00e4llen waren in den Vorjahren relativ konstant (2017 83.270, 2018 83.975 und 2019 83.386 Sterbef\u00e4lle). Mit 90.517 Todesf\u00e4llen liegt das Jahr 2020 um 8,6% \u00fcber der Zahl von 2019, wobei aber von den 7.131 zus\u00e4tzlichen Sterbef\u00e4llen auch nicht alle auf COVID-19 als Ursache zur\u00fcckzuf\u00fchren sind &#8211; 654 F\u00e4lle (oder 9,17%) dieser \u00dcbersterblichkeit sind anderen Todesursachen zuzuordnen. Wie viele der &#8222;Corona&#8220;-Toten Opfer falscher medizinischer Behandlung (Medikation oder invasive Beatmung) waren, ist offen.<\/p>\n\n\n\n<p>Beachtlich ist aber diese Aussage: <em>\u201eBer\u00fccksichtigt man die gestiegene Bev\u00f6lkerungszahl und Ver\u00e4nderungen in der Altersstruktur, so w\u00e4re im Jahr 2020 aber <strong>auch ohne COVID-19-Pandemie mit einem leichten Anstieg der Sterbef\u00e4lle zu rechnen gewesen<\/strong>.\u201c<\/em> Die Bev\u00f6lkerungsprognose vom Herbst 2019 errechnete f\u00fcr das Jahr 2020 insgesamt 85.075 Sterbef\u00e4lle. Diese Zahl wurde nun um 5.442 Sterbef\u00e4lle bzw. 6,4% \u00fcbertroffen. Dies relativiert die absoluten Zahlen bereits \u2013 auf Basis der Prognose n\u00e4mlich betrug die \u00dcbersterblichkeit also nicht 7.131 F\u00e4lle, sondern 5.442 F\u00e4lle (bzw. 6,4% und nicht 8,6%). Zwischen 1965 und 1983 verstarben \u00fcbrigens j\u00e4hrlich durchschnittlich \u00fcber 94.000 Personen, ohne da\u00df es deshalb zu Ausnahmezust\u00e4nden gekommen w\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf Covid-19 wird jeder 14. Sterbefall oder 7,2% der Todesf\u00e4lle zur\u00fcckgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings: <em>\u201eDen mit -16,7% deutlichsten R\u00fcckgang gab es bei an Influenza und Pneumonie verursachten Sterbef\u00e4llen.\u201c<\/em> Es kann gemutma\u00dft werden, da\u00df diese Differenz von 240 F\u00e4llen (2019 1.441, 2020 1.201) auf Covid-19-Diagnosen beruht, wo es sich medizinisch gesehen aber um F\u00e4lle von Influenza oder Pneumonie handelte.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenig \u00fcberraschend, da von Fachleuten schon seit Fr\u00fchjahr 2020 best\u00e4tigt, ist die folgende Erkenntnis:<br><em>\u201eTodesf\u00e4lle aufgrund von COVID-19 traten vor allem im h\u00f6heren Alter auf: 97% der Betroffenen waren \u00e4lter als 60 Jahre. Insgesamt war COVID-19 bei 8,4% aller Verstorbenen ab 80 Jahren, jedoch nur bei 0,9% der Verstorbenen unter 40 Jahren die ausschlaggebende Todesursache.\u201c<\/em> Damit ist wieder einmal erwiesen, da\u00df Covid-19 nicht jene todbringende Seuche f\u00fcr die gesamte Bev\u00f6lkerung ist, als die sie stilisiert wird, sondern da\u00df sie ein Risiko vornehmlich f\u00fcr Gebrechliche und gesundheitlich Vorbelastete darstellt. <em>(\u201eAn COVID-19 Verstorbene litten vor allem an Bluthochdruck, Nierenerkrankungen und Diabetes.\u201c)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcberraschend ist, da\u00df die Zahl der Suizide mit 1.068 F\u00e4llen sogar gegen\u00fcber 2019 (1.113 F\u00e4lle) zur\u00fcckgegangen sein soll.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Statistik Austria beteuert: <em>\u201eDie Todesursachenstatistik ber\u00fccksichtigt die Kausalit\u00e4t: Nicht jeder positiv best\u00e4tigte COVID-19-Fall wird in der Todesursachenstatistik auch mit dem Grundleiden COVID-19 kodiert. So wird \u2013 entsprechend den Kodierregeln der WHO \u2013 z. B. bei Unf\u00e4llen, fortgeschrittenen metastasierenden Krebserkrankungen, bei Schlaganf\u00e4llen oder (akuten) Herzerkrankungen COVID-19 als eine den Todesprozess beschleunigende Erkrankung (Begleiterkrankung) eingestuft.\u201c<\/em> Dem widersprechen allerdings einige bekanntgewordene F\u00e4lle, in denen COVID-19 als Todesursache absolut auszuschlie\u00dfen ist (etwa Unfalltote).<\/p>\n\n\n\n<p>Weiters hei\u00dft es, <em>\u201ein der Todesursachenstatistik k\u00f6nnen auch COVID-19-F\u00e4lle ohne positiven Laborbefund aufscheinen. Diese m\u00fcssen allerdings eine <strong>eindeutige klinische Symptomatik<\/strong> aufweisen.\u201c <\/em>Ob dies in allen F\u00e4llen so eindeutig ist, bleibt offen.<\/p>\n\n\n\n<p>Abschlie\u00dfend gibt die Statistik Austria an: <em><strong>\u201eSterbef\u00e4lle in Kalenderwoche 6\/2021 unter dem F\u00fcnfjahresdurchschnitt\u201c<\/strong><\/em> \u2013 was durch die \u00fcberh\u00f6hte Sterblichkeit 2020 erkl\u00e4rbar sein k\u00f6nnte. Wer n\u00e4mlich 2020 am Ende seiner Lebenserwartung angelangt war oder diese sogar \u00fcberschritten hatte, f\u00fcr den stellte Covid-19 &#8211; so wie jeder andere Infekt &#8211; eine nat\u00fcrliche Todesursache dar; das Ableben h\u00e4tte vielleicht noch hinausgez\u00f6gert werden k\u00f6nnen, w\u00e4re aber mit gro\u00dfer statistischer Wahrscheinlichkeit wenig sp\u00e4ter eingetreten. Mit anderen Worten: Einige der zus\u00e4tzlichen Sterbef\u00e4lle von 2020 h\u00e4tten sich ohne Infektion lediglich in das Jahr 2021 verschoben.<\/p>\n\n\n\n<p>Selbst die \u00dcbersterblichkeit des Vorjahres ist somit nichts au\u00dfergew\u00f6hnliches. F\u00fcr den Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerung gab und gibt es keinen Grund zu Nervosit\u00e4t oder \u00fcberm\u00e4\u00dfiger Besorgnis. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jeder einzelne Todesfall ist mit gro\u00dfer Trauer f\u00fcr die Hinterbliebenen verbunden. Da\u00df die Bundesregierung mit den Zahlen der Sterbef\u00e4lle Politik macht, ist weder ein Zeichen gro\u00dfer Verantwortung f\u00fcr die Lebenden, noch ein Zeichen der Piet\u00e4t gegen\u00fcber den Verstorbenen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Alle zitierten Daten unter: <a href=\"https:\/\/www.statistik.at\/web_de\/presse\/125475.html\">https:\/\/www.statistik.at\/web_de\/presse\/125475.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>MS (Stand: 26.02.2021)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In ihrer j\u00fcngsten Pressemitteilung bringt die Statistik Austria vorl\u00e4ufige Daten zu den Todesf\u00e4llen 2020. Vorweg: die Zahl an Todesf\u00e4llen waren in den Vorjahren relativ konstant (2017 83.270, 2018 83.975 und 2019 83.386 Sterbef\u00e4lle). 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