{"id":1018,"date":"2018-01-08T12:57:11","date_gmt":"2018-01-08T11:57:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/?p=1018"},"modified":"2018-01-08T14:36:19","modified_gmt":"2018-01-08T13:36:19","slug":"prosit-2018-historisches-zum-geleit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.seeber-lawconsult.at\/?p=1018","title":{"rendered":"Prosit 2018 &#8211; Historisches zum Geleit."},"content":{"rendered":"<p>Aus der Schw\u00e4nkesammlung &#8222;Schimpf und Ernst&#8220; (um 1522) des Franziskanerpredigers Johannes Pauli bringen wir zum Einstand in das Neue Jahr ein Beispiel von Betrug und Rechtsprechung im Mittelalter:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>[Ein Pferd ging \u00fcber keinen Baum (keine Br\u00fccke) hinaus.]<\/em><\/p>\n<p><em>Es kauff einer uff ein mal ein ro\u00df von einem, und sprach z\u016f im. G\u016fter gesel weistu etwas gebrestens an im die heimlich sein, so sag si mir, das ich nit verfahr, ich bin ein armer knecht. Der ro\u00dft\u00fcscher sprach, ich wei\u00df kein gebresten an im, dan das es nit \u00fcber die b\u00f6m u\u00df gat. Der gesel sprach, ich wil es uber keinen baum u\u00df reiten, und kaufet im das ro\u00df ab, und bezahlt es. Da er z\u016f der stat wil u\u00df reiten, solt er es erstochen haben, so kunt er das pferdt nit uber di bruck z\u016f dem thor hinu\u00df bringen, da was die bruck gemacht von b\u00f6men, als man dan th\u016ft, und uber die b\u00f6m ging es nit. Da meint aber der, der das ro\u00df kaufft het, es gieng nit uner die b\u00f6m u\u00df die auff recht st\u00fcnden, und nam den ro\u00dft\u00fcscher mit recht f\u00fcr, und ward mit recht erkent, das es ein betrug wer. Und der ro\u00dft\u00fcscher solt dem sein gelt widergeben, und solt er sein ro\u00df nemen, das was ein recht urteil. <strong>(Fraus nulli debet patrocinari.) Beschi\u00df und falschheit sol niemans z\u016f hilff kumen. <\/strong>Ja sprechen die leien. Wer da kaufft. Der l\u016fg wie es laufft. Es ist ein ieglicher ro\u00dft\u00fcscher oder wer ein fich verkaufft schuldig bei seiner selen seligkeit, sagen die lerer der heiligen geschrifft, auch die iuristen, z\u016f offenbaren die gebresten der thier die heimlich sein, die man nit sehen noch greiffen kan. Aber bresten die man sehen kan und offenbar sein die bedarff man nit z\u00f6gen, einer l\u016fg selbs was er z\u016fschaffen hab, w\u00fcrt dar\u00fcber einer betrogen mit heimlichen gebresten, das ist der verkauffer schuldig wider z\u016fkeren wan er hat wider br\u00fcderliche liebe gehandlet, und einem andren gethon, das er nit wolt das man im das thet. (Cum bona ratione. etc.)<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir w\u00fcnschen unseren Klienten, Freunden und Partnern ein erfolgreiches und gl\u00fcckliches Neues Jahr 2018!<\/p>\n<p>MS<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus der Schw\u00e4nkesammlung &#8222;Schimpf und Ernst&#8220; (um 1522) des Franziskanerpredigers Johannes Pauli bringen wir zum Einstand in das Neue Jahr ein Beispiel von Betrug und Rechtsprechung im Mittelalter: &nbsp; [Ein Pferd ging \u00fcber keinen Baum (keine Br\u00fccke) hinaus.] Es kauff einer uff ein mal ein ro\u00df von einem, und sprach z\u016f im. 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